Nimmerwiedermehr – Das Kinderkrankenhaus von Rothenburgsort

NIMMERWIEDERMEHR
DAS KINDERKRANKENHAUS VON ROTHENBURGSORT

Musical von Dirk Schattner (Buch und Texte) und Mario Stork (Musik)
Reading/ Präsentation: 16.11.2017 in der Thomaskirche, Rothenburgsort

Uraufführung: 30. Juni 2018 / Vor-Aufführung für Schüler: 29. Juni 2018
Thomaskirche, Rothenburgsort

weitere Aufführungen

26. November 2019, Stadtteilschule Bergedorf

8. Mai 2019, Stiftung Alsterdorf, anlässlich einer Gedenkfeier zum Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus

für Anfang 2020 ist die Veröffentlichung einer CD mit den Songs aus dem Musical geplant.

 

 

Mit

Anna, Studentin: Merle Hoch
(Disney’s Tarzan, Sugar, Hair)

Andreas, Student:  André Haedicke
(The Addams Family, The Full Monty, Spamalot, Der Schuh des Manitu)

Frieda: Michaela Schober
(Rebecca, Tanz der Vampire, Luther)

Herma, Mutter von Andreas:  Annika Bruhns
(Elisabeth, Mamma Mia, Ich war noch niemals in New York)

Siegfried, Vater von Andrea: Georg Münzel
(Theater Dortmund, Staatstheater Nürnberg, Thalia Theater u.a.)

Eva, Krankenschwester: Laura Saleh
(Hair/ Volkstheater Rostock)

 

Musik und Musikalische Leitung:  Mario Stork
(Ein Lied von Freiheit, Friedelinds Wahnfried, Wo Liebe ist)

Text:  Dirk Schattner
(Der Graf von Gleichen, Friedelinds Wahnfried)

Regie: Agnes Oberauer
(Thalia Theater Hamburg, Theater Celle)

Bühnenbild und Kostüme:  Julia Bührle-Nowikowa
(Elbphilharmonie, Kampnagel)

Eine Produktion von Skycradle GbR, Wieckhorst & Schattner in Zusammenarbeit mit der Kirche St. Thomas. Das Projekt wird unterstützt mit Mitteln aus dem Quartiersfond Hamburg-Mitte und aus Quartiersfondsmitteln der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte durch den Verfügungsfonds des Stadtteilrates Rothenburgsort. Wir danken für die freundliche und großzügige Unterstützung der Cargill Texturizing Solutions Deutschland GmbH & Co.KG, der Baugenossenschaft freier Gewerkschafter eG, der Elisabeth-Kleber-Stiftung und HAMBURG WASSER | HAMBURG ENERGIE.

Beitrag auf Hamburg Journal zur Uraufführung am 30. Juni 2018

 

Fotos von der Generalprobe am 29. Juni 2018 – Fotos: Felix Amsel

 

Fotos von der Präsentation am 16.11.2018 in Hamburg, Rothemburgsort

 

Das Musical basiert auf wahren Begebenheiten, Personen und konkrete Handlung sind aber Fiktion. Es geht um den Mord an Kindern im Krankenhaus Rothenburgsort im Rahmen der Tätigkeit des “Reichsausschusses zur wissenschaftlichen Erfassung erb- und anlagebedingter schwerer Leiden” unter der Herrschaft der Nationalsozialisten. Mit unserem Musiktheater erzählen wir von Möglichkeiten, wir zeigen Phantasien von Geschichten von denen, die man getötet hat, denen man ihre Geschichten gestohlen hat, wir spüren Geschehnissen nach aus dem Reich zwischen “das war nicht” und “da hätte können sein”.

Zentrum der Geschichte ist ein Bunker in Rothenburgsort, wo die Kinder während der Bombennacht 27./28.7.1943 untergebracht sind. Stationsschwester Eva wird von der sieben Jahre alten Anna dabei unterstützt, die Kinder zu beruhigen. Anna ist nicht wirklich krank, sie hängt gleichsam im Krankenhaus fest, bis die Zuständigkeiten in ihrem Adoptionsprozess geklärt sind. Die Mutter hat sie zur Adoption freigegeben, ihre Pflegeeltern wollen sie nicht zurück.
Eva erzählt den Kindern ein Märchen von einem kleinen Mädchen, dass durch die Macht seiner Phantasie sein Bett in ein Boot verwandelt. In der Phantasie Annas wird dieser Traum Realität und im Spiegel des Flusses, der das Boot trägt, sieht sie ihr Leben.

Ausgehend von den Szenen im Bunker beginnen mehrere Zeitreisen durch Biografien nach 1944. Frieda, Annas Mutter, versucht nach 1955 ihre Tochter wieder zu finden, Andreas, der Sohn von Herma und Siegfried erfährt etwas später von seiner Schwester Marie und ihrem Tod. Beide Kinder sollen im Kinderkrankenhaus gestorben sein.
Andreas trifft zufällig auf die Studentin Anna, die beiden verlieben sich ineinander und Anna hilft Andreas dabei, das zerrüttete Verhältnis zu seinen Eltern, denen er den Tod seiner Schwester vorwirft, zu verbessern. Sie selbst findet in den Geschichten um die Kindermorde für sich ein Thema, für das sie sich leidenschaftlich einsetzt.

Durch ihre engagierte Recherche zum Thema Euthanasie begegnen sich Anna und Frieda zum ersten Mal. Eva sucht fast zeitgleich das Gespräch mit Frieda und versucht Abbitte zu leisten für die Taten, die sie in Rothenburgsort zugelassen hat. Nur ein Kind mit Namen Anna habe sie aber gerettet. Bei Frieda (und dem Zuschauer) setzt sich der Gedanke fest: Anna könnte die verlorene Tochter sein.

Bei einem Vortrag Annas stürmt Frieda deswegen das Podium und schreit ihr schlechtes Gewissen in die Welt hinaus. Das Theater hält an. Die Darsteller der erfundenen Geschichte gedenken des realen Hintergrunds, auf dem diese basiert.

Im Vortragssaal treffen alle Protagonisten aufeinander. Anna muss Frieda die trügerische Hoffnung auf das Happy End nehmen, das sie sich in ihr erträumt. Sie ist nicht die verlorene Tochter. Das Leben schreibt keine solchen Happy Ends. Was bleibt ist die Hoffnung auf eine Welt, in der die Menschen so miteinander umgehen, dass so etwas wie ein Happy End nicht  mehr nötig ist.

Informationen zu den Autoren:
http://www.mariostork.de/
https://derschattner.wordpress.com/

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